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Lohnt sich Frieden überhaupt?

Ja, wir erlauben uns, diese Frage zu stellen und bestimmt sagt jeder sofort: „Selbstverständlich lohnt er sich. Schau doch nur, was gerade auf der Welt passiert und wie schlimm die Menschen in Kriegen und Auseinandersetzungen leiden müssen! Ja – Frieden lohnt sich immer!“
Wir müssen jedoch nicht in die Ferne schweifen, um das Leiden zu sehen. Natürlich ist es unendlich schlimm, was aktuell in großen Kriegen, besonders in der Ukraine, passiert. Doch da können wir nicht unmittelbar einschreiten. Wir können und müssen helfen, ja… aber dort Frieden zu bringen, liegt nicht in unserer Macht. Was nun?
Wie sieht es denn in unserem eigenen Leben aus?
Wie gehen wir mit uns persönlich um; mit unseren Schwächen und Anteilen, die wir nicht besonders mögen? Gestehen wir uns eigene Fehler ein oder verdrängen wir sie und projizieren sie dann wie ein Schatten auf unsere Mitmenschen, um diese dann abzulehnen?
Was ist mit all den größeren und kleineren Disputen im Alltag? Sind wir in der Lage, konstruktiv miteinander zu reden oder fallen wir ständig zurück in Beschuldigungen, Anklagen und auf sturem Beharren auf den eigenen Standpunkt?
Welchen Gruppen und Gemeinschaften gehören wir an? Sind wir darin gleichberechtig, oder setzen sich die Stärkeren mit Gewalt durch und frustrieren die Unterlegenen? Und falls wir innerhalb einer Gemeinschaft Akzeptanz und Zugehörigkeit finden – wie verhalten wir uns dann zu den „Anderen“, die nicht zu unserer Gruppe gehören und daher vielleicht andere Werte und Normen leben als wir? Sind wir frei von Bewertungen und Urteilen, oder zeigen wir mit dem Finger hin und sagen: „Schau mal die. Die verhalten sich falsch … wie kann man nur?“.
Ich bin sicher, dass wir alle tausende von Beispielen aufzählen können, wo wir sofort aktiv etwas für den Frieden tun könnten. Doch oft tun wir es nicht und dafür gibt es viele Gründe. Wir sind nicht gleichgültig oder böswillig, wenn wir in alten Mustern bleiben. Nein – wir schämen uns, uns so zu zeigen, wie wir sind. Und wir haben Angst vor Ablehnung, wenn wir den ersten Schritt machen. Oder wir glauben fest daran, dass die andere Partei böse ist und wir sie bestrafen durch Ignoranz und Ausgrenzung bestrafen müssen. Vielleicht finden wir auch keinen Zugang, weil der Gegenüber uns nicht heranlässt. Oder wir haben resigniert und denken, eine Versöhnung ist unmöglich. Es können so viele Gründe sein, die uns müde machen. Ja, müde von den Auseinandersetzungen, denn die kosten Energie. Und wenn wir diese Angelegenheiten zudecken, meinen wir, den Schmerz damit zu lindern. Das funktioniert sogar – aber nicht sehr lange. Denn Konflikte wachsen. Wie Unkraut wuchern sie unaufhaltsam weiter, bis sie so groß werden, dass sie zuerst unsere Freude verdunkeln und irgendwann unsagbares Leid und Elend bringen.
Doch wir müssen es nicht soweit kommen lassen. Erfahrene Mediator: innen können als erste Ansprechpartner dienen. Ein Mediator oder eine Mediatorin ist (in seiner oder ihrer Rolle) eine neutrale Person, die die notwendige Ausbildung und Erfahrung mitbringt, uns in unseren Konflikten zu helfen. Wir müssen uns nicht sofort entscheiden, die Konflikte anzugehen, wenn wir noch Bedenken haben. Wir dürfen uns informieren, welche Möglichkeiten es für uns gibt, Konflikte in Chancen zu verwandeln. Dabei erfahren wir, dass es allen Menschen ähnlich geht und unsere Gefühle und Hemmungen ganz normal sind. Dadurch können wir mehr Vertrauen aufbauen. In den geordneten Prozess einer Mediation und in den Mediator oder die Mediatorin.
Erlauben wir uns, noch einmal auf unsere Frage zurückzukommen: „Lohnt sich Frieden?“
Ja, er lohnt sich! Und nicht nur das: Frieden ist absolut notwendig, wenn wir es schaffen wollen, als Menschheit eine gute Zukunft zu gestalten. Deswegen liegt die Verantwortung bei uns allen. Bei dir, bei mir, bei denen da drüben und den Anderen auch! Wir alle tragen die Verantwortung.
Wenn sie sich unverbindlich und kostenlos über Möglichkeiten informieren wollen, melden Sie sich gerne bei uns.
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nohfelden bietet Ihnen die `Deutsche Stiftung Mediation` immer am zweiten Donnerstag im Monat (Dienstleistungsnachmittag) in der Zeit von 16.00 – 18.00 Uhr eine „Infostelle Konfliktbeilegung“ an. Der nächste Vor-Ort-Termin im Rathaus Nohfelden ist der 09.06.2022.
Ansprechpartner für diese Infostelle seitens der Stiftung ist der Repräsentant des Saarlandes, Herr Fred Gerber. Eine vorherige Terminabsprache bei Herrn Backes, Gemeinde Nohfelden, Tel.: 06852 885-109 ist aus organisatorischen Gründen notwendig.

Machen Sie jetzt den ersten Schritt in Richtung Frieden – es lohnt sich!

Details

Datum:
9. Juni
Zeit:
16:00 - 18:00

Veranstaltungsort

Rathaus Nohfelden
An der Burg
Nohfelden, Saarland 66625 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
068528850
Website:
www.nohfelden.de

Veranstalter

Gemeinde Nohfelden